
Respekt, Fairness und Verantwortung standen in den vergangenen Monaten bei Viktoria Resse nicht nur auf dem Fußballplatz im Mittelpunkt. Mit dem Projekt „Mitmachen statt zuschauen – übernimm Verantwortung!“ setzte der Verein ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit. Rund 200 Kinder und Jugendliche nahmen an Workshops teil. Entwickelt wurde das Projekt gemeinsam mit dem DRK Gelsenkirchen sowie dem Programm (KiJuTe) Kinder, Jugend & Teilhabe aus Gelsenkirchen und im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport (Förderung durch das Bundeskanzleramt) umgesetzt.
Den Auftakt bildete im Frühjahr 2026 die gemeinsame Konzeptarbeit der beteiligten Partner. In den Sommerferien befragte der Verein anschließend Spielerinnen, Spieler und Eltern zu ihren Erfahrungen mit Rassismus und Menschenfeindlichkeit sowie zu bestehenden Bedarfen. Rund 20 Prozent der angesprochenen Familien beteiligten sich.
Die Ergebnisse flossen direkt in die weitere Arbeit ein. Denn Viktoria Resse versteht den Sportverein nicht nur als Sportverein. Kinder und Jugendliche sollen hier auch lernen, fair miteinander umzugehen, Unterschiede zu respektieren und Verantwortung zu übernehmen. Deshalb bezog das Projekt neben den Nachwuchsteams auch Trainerinnen und Trainer, Ehrenamtliche und den Vorstand ein.
Die Fachleute von DRK und KiJuTe entwickelten auf Grundlage der Befragung altersgerechte Workshops. Zwischen den Sommer- und Herbstferien nahmen alle 15 Jugendmannschaften des Vereins daran teil – insgesamt rund 200 Spielerinnen und Spieler im Alter von fünf bis 15 Jahren. Praktische Übungen auf dem Platz wechselten sich mit Gesprächen und Reflexionsrunden im Vereinsheim ab.
Zum Projekt gehört außerdem ein neuer Flyer. Er nennt Ansprechpersonen, erläutert das gemeinsame Wertversprechen des Vereins und zeigt, wie der Kinderschutz bei Viktoria Resse organisiert ist. Vorgestellt wurde der Flyer beim öffentlichen Projektabschluss am 25. Oktober 2026.
Der Abschluss war in den Heimspieltag der Seniorenmannschaften eingebettet. Jugendspielerinnen und Jugendspieler liefen in Projektshirts mit dem Motto „Mitmachen statt Zuschauen“ ein. Auch das Resser Netzwerk für Demokratie und Vielfalt beteiligte sich. Der Spieltagssponsor Creutzburg Automobile unterstützte die Veranstaltung, sodass der Verein auf Eintrittsgelder verzichten konnte.
Über den Projektabschluss hinaus verbleibt die geförderte Teqball-Platte auf der Sportanlage Im Emscherbruch. Sie erweitert das sportliche Angebot und soll neue Zielgruppen auf die Anlage bringen. Zugleich schafft sie einen Ort, an dem Fairness, Teamarbeit, Kommunikation und der Umgang mit unterschiedlichen Interessen ganz praktisch eingeübt werden können. Der Verein plant neue Bewegungsangebote rund um die Teqball-Platte.
Damit führt Viktoria Resse seine bisherige Werte- und Präventionsarbeit fort. Das Leitbild der Jugendabteilung stellt Gewaltlosigkeit, respektvolles Verhalten, Fair Play und die Vorbildfunktion älterer Spieler heraus. Auch das Kinderschutzkonzept beschreibt den Verein als einen Ort, an dem Kinder und Jugendliche sportlich, persönlich und sozial begleitet werden.
„Mitmachen statt zuschauen“ hat diese Grundsätze in den Trainings- und Vereinsalltag übersetzt. Die Botschaft: Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen.








